Dach

  • Das Dach, so wie wir es vorgefunden haben. Hier steht noch der alte Anbau.
  • Die alten Ziegel werden abgenommen und zwischengelagert.
  • Die alten Ziegel werden wieder in einer Biberschwanz-Doppeldeckung im Mörtelbett verlegt.
  • Neben den neuen Strecklatten werden die alten Strecklatten angeheftet. Es sind die Latten der ganz alten Strohdeckung.
  • Schließlich werden noch Eisenbänder als Windverband angebracht und der Lehmschlag wird repariert.
  • Der Längsverband des Dachstuhles ist ein ganz stark reduzierter „Sächsischer Reiterverband“. In die alten Zapfenlöcher wurde das rekonstruierte Schopfdach eingefügt.
  • Das Gebälk des Schopfdaches.
  • Markant das fertiggestellte Schopfdach.

 

Die ursprüngliche Dachdeckung war ein Strohdach. Es wurde Ende des 19.Jahrhunderts durch eine Ziegeldeckung, d.h. durch eine Biberschwanz Doppeldeckung ersetzt.
Das Gewicht einer Ziegeldeckung ist wesentlich größer. Für das große Gewicht sind die Sparrenabstände viel zu weit. Man behalf sich mit dem Einbau einer Strecklatte, das ist eine unterstützende Latte in der Mitte des Sparrenfeldes. Man verwendete dafür die alten Latten vom Strohdach.
Bei der Sanierung 2014 wurden neben den neuen Strecklatten diese alten Latten als Strecklatten eingebaut.

Aber nur als Schauobjekte parallel zu den neuen, stärkeren Strecklatten.
Bei der Dachdeckung fiel die Entscheidung 2014 wiederum auf eine Biberschwanz-Doppeldeckung „in Mörtel verlegt“. Man verwendete wieder die alten Ziegel, die mit einer Spende von der Kirschschule in Weißenberg mit 300 Stück und einer weiteren Zugabe vom Dachdeckermeister ergänzt werden mussten. Als Mörtel wurde eine Baustellenmischung aus Weißkalk, „einer Spitze“ Zement und einheimischem Sand verwendet.