Hausbaum

OG 1.2 (Vorsaal, oberer Flur)

 

  • Der ehemalige Durchgang zum Anbau wurde denkmalgerecht in Fachwerk mit Lehmgefachen geschlossen. Ein kleines Fenster, deren Größe durch Zapfenlöcher im Fachwerk gefunden wurde, erhellt den Vorsaal. Die Tür daneben ist eine Fluchttür für den Brandfall.
  • Hier ist altes, langstrebiges Fachwerk, ausgefacht mit Lehmwellern, gestaltet mit einem Lehmritzmuster.
  • Das ganz schlichte Treppengeländer wurde vorn mit einem Zierbrett gestaltet. Leider ist die obere Hälfte abgebrochen.
  • Die Tür zur Bodentreppe ist eine Zweitverwendung einer Schranktür. Beim genauen Hinsehen erkennt man noch die alte Blumenmalerei.
  • Das andere Fenster zur Hofseite eine alte Konstruktion mit einem Ritschel. Die linken, unteren beiden Scheiben lassen sich zum Fensteröffnen verschieben. Konstruktiv ist das Fenster eine Steckkonstruktion. Die Gläser lassen sich nur wechseln, wenn man das Fenster auseinandernimmt.
  • Im Raum 1.2, ortstypisch „Vorsaal“ genannt, gibt es fünf Türen. Drei von ihnen sind Rahmen-Füllungstüren aus den 1930er Jahren, so wie diese hier.
  • Zwei Türen sind schlichte Brettertüren, eindeutig älter. Sie sind mit solchen handgemachten Schlössern zu verschließen.
  • Besonders interessant sind die Lehmmuster. Dieses hier stammt aus der Bauzeit und konnte aufwendig freigelegt werden. Die leicht rauchige Atmosphäre seinerzeit konservierte den Lehm, der eine ungewöhnliche Härte aufweist.

 

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EG 02 (Hausflur)

 

  • Der Fußboden ist ein Natursteinfußboden aus alten Sandsteinplatten. Der Fußboden wird von einer Glasscheibe unterbrochen. Hier ist ein Blick in den historischen Fußboden möglich, der ein hartgetretener Lehmschlag war.
  • Nach Befund wurde die Bohlenwand in einem Blau gefasst. Die Fugen sind mit Strohlehm verstrichen, der weiß gekalkt wurde.
  • Befundfenster am Türpfosten: Hier wurde ein Stück der ersten Farbfassung freigelegt. Nach diesem Befund erfolgte die Farbfassung
  • Die Stubentür. ein mechanischer Seilzug erleichtert die Funktion der Tür. Nachbarn erzählten, dass auch vor dem großen Hochwasser ein solcher Türzug vorhanden war. Sichtbar sind noch die alten Türbeschläge. Innen sind die Füllungen der Tür wunderschön kanneliert.
  • Die alte Bohlenwand im hinteren Teil. Auch hier sind die Fugen mit Strohlehm verstrichen und abschließend weiß gekalkt, einige Teile sind aus ursprünglichen Material und in dem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben.
  • Der Hinterausgang ist mit einem Vorlegebalken gesichert.
  • Der alte Holzunterzug wurde durch eine Eisenbahnschiene ersetzt, um die Durchgangshöhe zu verbessern.
  • Der Bereich um die Haustür ist eine Block-Ständerwand. Sie ist hier auf der Innenseite holzsichtig und mit Halböl geölt.
  • Die Treppe in den 1.Stock, eine Spindeltreppe. Die Spindel oder die Säule, in die die Stufen eingearbeitet sind, ist in diesem Haus 1,5 Geschosse hoch! Farbgebung nach Befund.
  • Durch eine Glasplatte wird der Blick zu dem Fußboden aus der Bauzeit frei. Es ist ein hartgetretener Lehmfußboden.

 

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