Obergeschoss

OG 1.6

 

  • Der mittlere, kräftige Ständer ist der alte Eckständer aus der Zeit vor der Verlängerung des Hauses. Auch in diesem Raum sind zwei Deckenbalken nebeneinander Das rechte Fachwerk ist ein Kreuzstreben-Fachwerk. Links, das „neue“ Fachwerk, ist ein schlichtes Rasterfachwerk, so wie wir es auch vorn im Raum 1.1 haben. Steil gestellte Eckstreben geben den nötigen Halt. Der Fußboden ist grau gestrichen, so wie es um den 1.Weltkrieg üblich war. Zwei Fachwerkfelder wurden bei der Sanierung nicht gestrichen, sie zeigen die Farbfolgen aus den Jahrhunderten.

 

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OG 1.5 (Bleiglasfensterzimmer)

 

  • Im Raum 1.5 ist ungewöhnlich der Lehmfußboden. Die Fachwerkhölzer sind mit Kasein, farblos, verfestigt. Sie behalten so ihre Holzfarbe, ein Ölen (z.B. mit Leinölfirnis) würde die Farbe „anfeuern“, d.h. sie würden sehr dunkel und farbig werden. Die Deckenbretter (die eigentlich Schwarten sind, so wie sie auch an der Bodentreppe sichtbar sind) wurden gekalkt.
  • Das untere Fachwerkfeld musste vom Lehmbauer in traditioneller Art neu eingebaut werden. Rechts die Tür, eine ganz einfache Brettertür.
  • Das Bleiglasfenster wir mussten es mit einem schussfestem Glas sichern, das außerhalb angebracht wurde. Die „Ruten“ wurden zum Teil repariert. Solche Bleiglasfenster gibt es in Dittelsdorf, Hirschfelder str.31, dem Ortsmuseum. Und sie wurden aktuell in Waltersdorf auf dem Dachboden eines Umgebindehauses gefunden.
  • Das alte Fenster, so wie wir es vorgefunden haben.

 

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OG 1.4

Raum 1.4, eine Kammer

 

  • Der Raum 1.4, eine Kammer. Sie ist im Sinne der 1930er Jahre belassen worden. Hier haben wir den seinerzeit typischen braunen Anstrich der Dielung. Die Wände und die Decke sind mit den typisch profilierten Brettern verschlagen. Ein luftiger Strich schließt die Wände nach oben ab.

 

Eine Kammer im Sinne der 1930er Jahre.
Die Wände und die Decke wurden mit Paneelen verschönert. Ein einfacher Ölfarbanstrich, der nur mit einem schlichten pastellfarbenen Strich gestaltet wurde. Der Fußboden ist ein Dielenfußboden, der hier ganz im Sinne der Dreißiger Jahre in Dunkelbraun lackiert wurde.

Diese Kammer bildete mit der benachbarten Kammer in der Nachkriegszeit eine Wohneinheit.
Beide Räume waren und sind nicht beheizbar.

OG 1.3

 

  • Am Giebel zeichnet sich das uralte Fachwerk von 1614 ab. Der Fußboden ist im 20.Jahrhundert entstanden und ist gemalt in dem typischen Grau um den 1.Weltkrieg. Die Decke wurde in den 1930er Jahren mit Paneelen „verschönert“.
  • Die westliche Trennwand, so wie wir sie vorgefunden haben. Sie wurde schlicht überstrichen.
  • Diese Wand wurde nicht überstrichen. Sie wurde nur leicht abgewaschen. So dokumentiert sie die verschiedenen Farbfassungen im Laufe der vier Jahrhunderte.
  • Farbbefunde an dieser Wand zeigen die unterschiedlichen Gestaltungen der letzten jahrhunderte.
  • Auch hier Farbfassungen, die die Oberfläche der Lehmwand „verschönern“ sollten.

 

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OG 1.2 (Vorsaal, oberer Flur)

 

  • Der ehemalige Durchgang zum Anbau wurde denkmalgerecht in Fachwerk mit Lehmgefachen geschlossen. Ein kleines Fenster, deren Größe durch Zapfenlöcher im Fachwerk gefunden wurde, erhellt den Vorsaal. Die Tür daneben ist eine Fluchttür für den Brandfall.
  • Hier ist altes, langstrebiges Fachwerk, ausgefacht mit Lehmwellern, gestaltet mit einem Lehmritzmuster.
  • Das ganz schlichte Treppengeländer wurde vorn mit einem Zierbrett gestaltet. Leider ist die obere Hälfte abgebrochen.
  • Die Tür zur Bodentreppe ist eine Zweitverwendung einer Schranktür. Beim genauen Hinsehen erkennt man noch die alte Blumenmalerei.
  • Das andere Fenster zur Hofseite eine alte Konstruktion mit einem Ritschel. Die linken, unteren beiden Scheiben lassen sich zum Fensteröffnen verschieben. Konstruktiv ist das Fenster eine Steckkonstruktion. Die Gläser lassen sich nur wechseln, wenn man das Fenster auseinandernimmt.
  • Im Raum 1.2, ortstypisch „Vorsaal“ genannt, gibt es fünf Türen. Drei von ihnen sind Rahmen-Füllungstüren aus den 1930er Jahren, so wie diese hier.
  • Zwei Türen sind schlichte Brettertüren, eindeutig älter. Sie sind mit solchen handgemachten Schlössern zu verschließen.
  • Besonders interessant sind die Lehmmuster. Dieses hier stammt aus der Bauzeit und konnte aufwendig freigelegt werden. Die leicht rauchige Atmosphäre seinerzeit konservierte den Lehm, der eine ungewöhnliche Härte aufweist.

 

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OG 1.1 (Die große Kammer)

 

  • Die große Kammer. Sie wurde im Sinne der Zeit um 1900 saniert. Gut sichtbar die beiden Befundfenster in der Decke (Zeitfenster). Der Fußboden wurde mit der Altdielung neu verlegt. Leider musste wegen der intensiven Schäden am Holz die Oberfläche neu „abgezogen“ werden. Abschließend wurde sie mit einer Bierlasur behandelt.
  • Ein Foto aus der Sanierungsphase (15.08.2013). Die Dielung musste aufgenommen werden. Gut sichtbar ist, dass das Haus keine „doppelte Decke“ hat. Doppelte Decken sind in Seifhennersdorf nur vereinzelt festzustellen. Die Dielung hier ist direkt auf die Deckenbalken aufgelegt. Im allgemeinen ist häufig in Seifhennersdorf die Dielung auf extra Lagerhölzern genagelt, die im Lehm eingedrückt sind.
  • Der Zustand während der Sanierung (15.09.2012).
  • Der Raum OG 1.1 soll den Zustand um 1900 dokumentieren: Seinerzeit wurden die Konstruktionshölzer überstrichen. Man sagt, sie wurden „weggestrichen“. Die Deckenbalken wurden verputzt und ebenfalls gestrichen.
  • Am hinteren Balken wurde ein Zeitfenster gelassen, um die Konstruktion sichtbar zu machen. Es liegen zwei Balken nebeneinander, links der Balken vom alten Haus, rechts der Balken von der Verlängerung aus den 1830er Jahren.
  • Dieses Zeitfenster links zeigt ein Deckenbrett, unverputzt. Es wurde nur gekalkt, was hier in Spuren noch vorhanden ist.

 

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